vanlaaten
# 1
bitte um eine Antwort!

Guten Tag!

Ich habe mich heute ein wenig in das Leben eines Forex-Traders eingelesen.

Finde es sehr interessant da ich mich noch nie auf diesen Weg bewegt habe, und mich auch erst jetzt richtig dafür interessiere.

Ich habe eigentlich auf fast alles eine Antwort gefunden, bis auf eins:

Wenn ich 100 Euro einzahle, und handel drauf los wenn ich alles weg habe bin ich dann einfach auf NULL oder geht es in den Minusbereich und ich verlier noch mehr Geld? Werden dann die Aktiven automatisch abgebrochen wenn das geld auf ist oder schau ich ne stunde später und ich bin 1000 euro im Minus??

Das ist meine einzige Frage ob ich mich verschulden kann, weil mit einem Demo Konto ist nicht so ich steig lieber klein ein, aber dann auch mit richtigen Geld.

 

Falls es den Thread schon gibt, bitte löschen..Habe nichts gefunden was wirklich meine Frage beantwortet.

Steh auch gerne per icq zur Verfügung 709-908


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Forex-Chat« (01.10.2010, 19:48)
Forex-Chat
# 2

Hallo Vanlaateen,

um deine Frage kurz und bündig zu beantworten:

Du kannst nicht mehr verlieren, als du einbezahlt hast.

Gruß

Rudolf

# 3

Hallo.

Ich höre diese Frage wirklich sehr oft.
Scheint eine echt verbreitete Lücke in der Aufklärung der Broker o.ä. zu sein.

Gruß

Breakout

daytradingsignal
# 4
Zitat von: vanlaaten

Guten Tag!

Wenn ich 100 Euro einzahle, und handel drauf los wenn ich alles weg habe bin ich dann einfach auf NULL oder geht es in den Minusbereich und ich verlier noch mehr Geld? Werden dann die Aktiven automatisch abgebrochen wenn das geld auf ist oder schau ich ne stunde später und ich bin 1000 euro im Minus??

Hallo vanlaaten,

deine Frage ist durchaus berechtigt und wird von den Brokern teilweise nicht ausreichend aufgeklärt.

Es gibt da zwei Grundlegende Verfahren. Entweder der Broker schlisst in dem Vertrag eine Nachschusspflicht aus oder sie ist dabei. (Nachschusspflicht bedeutet das man mit seinem Konto auch ins Minus gehen kann und ist Verpflichtet den Fehlbetrag zu begleichen)

Grundlegend ist die Tatsache das ein CFD / Forex Broker eine Nachschusspflicht hat nicht als schlecht zu bewerten. Denn wenn ein Broker diese ausschließt geht er entweder in die eigenen Haftung (und das macht keiner gern) oder handelt überwiegend auf eigenen Rechnung ohne die Positionen zu einem Großteil am realen Markt (Terminmarkt, Optionsmarkt, ...) abzusichern. Wenn ein Broker überwiegend auf eigenen Rechnung handelt ist das für den Kunden recht schlecht da der Broker immer gewillt ist das Konto des Kunden zu lehren ;).

Mir ist allerdings schon klar das eigentlich jeder CFD/Forex Broker auf eigenen Rechnung arbeitet aber entscheidend ist das Ausmaß, also auch wie fair er mit den Kunden umgeht.

Die Nachschusspflicht ist übrigens am Terminmarkt immer da und wird durch eine im Vergleich zu CFD und Forex recht hohen Margin vorgebeugt.

Nun mal in die Praxis. Bei CFD/Forex  Brokern gibt es auf jeden Fall zwei Schutzmechanismen für ein negatives Konto. Das eine ist die Margin und das man vor einem Minus immer erst in den Margin Call kommt und zum andern schlissen die Broker selbstständig die Positionen wenn die Konten nahe Null stehen. Aber natürlich kann es Theoretisch zu einem Nachschuss kommen (z.B. offene Positionen über das Wochenende mit einem großen Gap am Montag) ob der dann vom Broker auch eingetrieben wird ist eine andere Frage.

Bei einem Future Broker (Terminmarkt) sieht das ganze schon etwas anders aus, da muß das Konto ausgeglichen werden und es wird da ohne Kompromisse vorgegangen. (was aber einfach mit der Tatsache zu tun hat das es ein realer handle ist und ein anderer Trader (theoretisch)  dann auf das fehlende Geld wartet.

Nun noch mal kurz zum Nachdenke ob es wirklich Sinn macht mit 100 Euro anzufangen? Was willst du da Handeln und mit welchen Positionsgrößen arbeiten? Ein Großteil geht da ja schon auf die Margin drauf.


Beste Grüße und viele Gute Trades

Jörg


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »daytradingsignal« (10.11.2010, 22:18)
vanlaaten
# 5

Ich handel derzeit mit etoro ich finde die Software ist für den Anfang sehr gut gemacht um den Einstieg zu finden.

Handel nur mit EUR/USD x400 2,50$, dabei reicht mein Einsatz aus und ich kann beobachten wie das Währungspaar sich verhält. Ich finde es sehr schwer einzusteigen da man im Intrnet zwar viele Broker findet, viel Software und auch viele Systeme. Aber das Problem ist das man nie was richtig erklärt bekommt. Habe auch schon google zu rate gezogen um erstmal herauszufinden was der Risikolevel aussagt oder was der Spread etc. ist.

Es sollte sich mal jemand die Mühe machen hier im Forum ein Thread zu starten wo die Fachbegriffe und der Einstiegsablauf mal verdeutlicht werden. Denn einfach so drauf los handeln funktioniert eindeutig nicht, dafü ist der Forex-Handel einfach zu Gross. Und auf mit den Demo Kontos wo man 10000 Dollar start bekommt, kann man es einfach nicht lernen. Denn die Kurse sind getunt!

Ich danke Daytradingsignal, Breakout und Forex-chat schon mal für den Einblick

daytradingsignal
# 6

Hallo vanlaaten,

ich gebe dir recht das es bezüglich des Grundwissens nicht zu viel zu finden ist und die meisten Broker sich darüber keine Gedanken machen.

Ein Börsenlexikon für die meisten Begriffe findest du z.B. unter http://www.goyax.de/boersenlexikon/A 

Was deine Aussage zu den Demokonten angeht, so kann ich nur sagen wenn ein Broker da trickst, sollte man auf jeden Fall die Finger davon lassen. Einige Broker haben allerdings unterschiedliche Kurse zwischen Demo und realem Handel, das ist meist bei Brokern der Fall welche Metatrader benutzen. Da es da bestimmte Demoserver gibt welche von vielen Brokern genutzt werden und mit den Broker eigenen Kursen oft nicht identisch sind.

Also dann viel Erfolg :)


Beste Grüße und viele Gute Trades

Jörg


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Forex-Chat.de« (Gestern, 11:59)
Berny
# 7

Hallo zusammen,

 

hier ist auch noch was interessantes zum lesen

http://www.forex-schule.com/


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Breakout« (23.11.2010, 18:44)
rodney
# 8

Hallo

Ich würde die Frage gerne noch einmal aufgreifen.

Ich beschäftige mich auch noch nicht lange mit dem Thema Forex. Heute habe ich mir mal die Broker angeguckt und dort ist mir eine Unstimmigkeit aufgefallen die mich wirklich verwirrt.

Es geht um den Broker Alpari. Hier hab ich mir die AGB's durchgelesen und dabei diese Aussage gefunden:

http://s7.directupload.net/file/d/2650/64lucveq_png.htm

Ich habe ja bisher immer gedacht, dass ich am Devisenmarkt maximal 100% meines Guthabens verlieren kann, halt alles was ich Eingezahlt habe. Doch das scheint ja laut Alpari nicht zu stimmen.

 

Daraufhin hab ich mir die AGB's von anderen Brokern angeguckt, zB. etoro:

http://s7.directupload.net/file/d/2650/cidcrojj_png.htm

Hier wird ja plötzlich das gegenteil behauptet. Also das man nur seinen Einsatz verlieren kann.

 

Ist das tatsächlich von den Brokern her unterschiedlich? 


Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal bearbeitet, zuletzt von »rodney« (17.09.2011, 00:47)
Beforesunset
# 9

Hallo erstmal zusammen,

zu diesem Thema ist eigentlich generell zu sagen, bevor man seinen kompletten Einsatz verspielt, bitte zuerst mindestens einen Monat mit einem Demokonto üben, lernen und nochmals lernen. Es gibt im Forexmarkt ganz bestimmte Regeln damit man relativ sicher traden kann und wer Trading ernsthaft und professionell ausübt, der hat sich monatelang mit der Materie auseinandergesetzt und praktiziert es qualitativ dann auch jahrehinweg. Nicht nur das man den Markt technisch verstanden haben soll, es gehört zu obersten Pflicht, sich mit dem Thema Risikomanagement und Positionsgrößen zu befassen, genauso wie mit dem Thema welche Werte will ich handeln, mit welchen Indikatoren kann ich meine Arbeit unterstützen, welche Systeme benutze ich, wobei ich aus meiner beruflichen selbständigen Erfahrung sagen kann, das man neben all den selbstgebastelten Webplattformen etc die die Broker anbieten, mit dem Metatrader4 und 5 sehr gut zurecht kommt. Auch kann man dort alles an seinen eigenen Stil anpassen, kann EAs einbinden. Es gibt sogar Multiplattformen, aber das ist ja nunmal hier nicht der Fall. Man sollte sich vorher nicht nur mit dem Broker auseinander setzen, wobei Alpari, Etoro, YoutradeFx und Avafx zu den besten gehören, aber irgendwo sind sie alle gleich, ich bin neben Alpari auch bei der Fibogroup Österreich und bekomme dort einen professionellen Preisstream geliefert, aber das sind so Feinheiten, die man jetzt nicht braucht.

Wichtig ist auch vorher...lesen lesen lesen, speziell Michael Voigt, Große Buch der Markttechnik, Düvel, Forexstrategien für die Praxis oder natürlich den Murphy, Technische Analyse der Finanzmärkte....

Ich will nicht oberlehrerhaft klingen, aber ich habe es selbst in den ersten Wochen erfahren und das gehört zum Lernen eines Traders dazu, man verliert in den Märkten ganz ganz schnell Geld und wenn man was falsch macht, dann auch in sekundenschnelle richtig viel Geld. Die goldenen Regeln die man eisern beachten muss, helfen einem das man das nur begrenzt tut und man immer sicherer wird und traden Spaß macht und nicht einem das Leben zerstört. Auch wenn man nur mit 100 Euro anfängt oder so, sollte man die Sache ernsthaft annehmen. Denn nicht ohne Grund verlieren 90% der Trader komplett ihr Geld innerhalb kürzester Zeit, weil sie den Markt zu leicht nehmen und nicht geschult sind, weil sie mit viel zu hohen Risiken und hohen Hebeln arbeiten und dann nur wenige Pips im Minus und ein falscher Stop oder der Einfluss von News im Markt der Institutionen einem in sehr kurzer Zeit einen Trade komplett zerschießt und damit auch alles verloren geht, obwohl vll kurze Zeit später alles wieder im Lot ist. Der Forexmarkt ist eine tolle Sache, aber hier agieren die intelligentesten Trader aus den Institutionen, die weltgrößten Banken und Staaten und da sind alle anderen Trader winzig kleine Fische, die aufgefressen werden, wenn sie nicht aufpassen.

Daher zum Schluss, mach dir mal wegen der Nutzungsbestimmungen weniger Sorgen, sollte deine Margin nicht ausreichen, wirst du meistens nicht zum Handel zugelassen oder mußt deine Handelsgröße ändern, meist wird bei so kleinen Beträgen ein Microkonto angelegt, du hast also dann auch gar keine Möglichkeit, daraus hohe Anteile zu handeln, sondern wirst mit kleinen Portionsgrößen arbeiten, was sinnvoll und richtig ist, denn die Banken dahinter verdienen an deinen Minustrades oder dann gut wenn du all deinen Einsatz verlierst.

So, hoffe, ich konnte dir etwas die Realität aufzeigen, aber das ist mir wichtig, ich habe schon zu viele Spaßtrader miterlebt, die ihr komplettes Geld verloren haben und dann richtig schlecht drauf waren...das muss echt nicht sein...nimm die Sache ernst...informier dich und lerne und dann kannst du es auch schaffen daraus kontinuierlich Geld zu verdienen, wenn auch kleine Beträge aber über Monate und Jahre hinweg ist da mehr drin als wie auf dem Sparbuch XD

Gruss

SW

 


Stefan W. Ichimoku Traders Ltd. Reutlingen Kumo-Trader

Skype: wimmi68

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